Dorfgemeinschaft Sinzenich lud zum Besuch in Kommern ein
Der Vorstand der Dorfgemeinschaft Sinzenich konnte den Mitgliedern diesmal ein ganz besonderes Angebot unterbreiten und sich damit für deren Unterstützung bedanken. „Museum Live“– so könnte das Motto heißen, unter dem eine Besichtigungstour mit vielen Insiderinformationen im Kommerner Freilichtmuseum stand.
Humorvoll und unterhaltsam erklärt, konnten die Teilnehmer von Museumsführer Jörg Pick interessante Hintergründe und Zusammenhänge über die einzelnen historischen Gebäude und Ausstellungen erfahren. Dazu gehörte u.a. auch ein Schulunterricht wie zu Kaisers Zeiten. Gerades Sitzen, aufmerksames Zuhören, Absingen der Kaiserhymne, Kontrolle der Hände und Fingernägel gehörten genauso zu Schulalltag wie die Pflicht eines jeden „Bankdrückers“ einen Holzscheit zum Befeuern des Schulofens mitzubringen. Dass es an deutschen Schulen auch ein „Lehrinnenzölibat“ gab, war den meisten der Zuhörer ebenfalls nicht bekannt.
In einem der so genannten Nissenhäuser erzählte ein Darsteller in zeitgemäßer Kleidung eine anrührende Geschichte, die von Liebe und Leid in Nachkriegszeiten handelte und die Teilnehmer vollkommen in ihren Bann zog. Nach einer kleinen Stärkung auf der Aussichtsterrasse der aus Eschweiler über Feld translozierten (in vollständiger Substanz versetzten) Gastwirtschaft Watteler „Zur Post“, wurden die Gruppe aus Sinzenich auch über die in naher Zukunft anstehenden Planungen des LVR Museums informiert.
Die Museumsführung war für alle Teilnehmer, nicht zuletzt dank Jörg Pick, der im Übrigen auch Dorfgemeinschaft Sinzenich angehört, ein tolles Erlebnis.
Da an einem Tag aber unmöglich alles Wissenswerte zu vermitteln ist, wurde noch vor Ort sogleich ein weiterer Termin ins Auge gefasst.



