Aktuelles rund um Sinzenich
Hier finden Sie aktuelle Beiträge, Neuigkeiten und Wissenswertes rund um Sinzenich – von Ereignissen im Dorfleben bis hin zu spannenden Einblicken in Geschichte, Natur und Region.
Hürtgenwald steht in Flammen
Riesige Rauchfahne von Sinzenich aus erkennbar.
Am Morgen des 14. August 2026 kann man von einem Standpunkt oberhalb von Sinzenich in nordwestlicher Richtung eine riesige dunkle Rauchfahne erkennen, die sich fast über den sonst wolkenlosen Himmel zieht. Große Gebiete des Hürtgenwaldes stehen in Flammen. Die Löscharbeiten dürften sich sehr schwierig gestalten, zumal das Gebiet in 2. Weltkrieg sehr hart umkämpft war und sich mutmaßlich noch etliche unentdeckte Munitionsreste im Boden befinden könnten.
Das erste Foto zeigt den aufsteigenden Rauch hinter einer Bunkerruine aus dem 2.WK, oberhalb von Schwerfen/Sinzenich. Auf dem 2. Bild kann man die Rauchfahne oberhalb von Zülpich erkennt. Auf der 3. Aufnahme erheben Windräder vor der Rauchwolke.
- Rauch steigt hinter den Windrädern auf
- Im Vordergrund Bunkerruine aus dem 2. WK
- Rauchfahne über Zülpich
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Text und Fotos: Uwe Kleinert
Sonnenfinsternis
Partielle Sonnenfinsternis zog Beobachter in ihren Bann.
Zahlreiche Schaulustige konnten am Abend des 12. Juli 2026 ein seltenes Himmelsspektakel beobachten. Auch im Stadtgebiet Zülpich nutzten viele Ausflügler die Gelegenheit und verbanden dieses seltene Ereignis mit einem kleinen Picknick im Grünen, so auch in Sinzenich und Umgebung. Gegen 19:19 Uhr schob sich der Schatten des Mondes erstmals vor die Sonne und erreichte kurz vor Sonnenuntergang um 20:13 Uhr mit einer partiellen Abdeckung von 89 % der Sonnenscheibe ihren Höhepunkt.
Wer viel Geduld hatte und bis zur vollkommenen Dunkelheit wartete konnte am gleichen Abend auch noch die Perseiden-Meteoritenschauer beobachten.
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Fotos: Uwe Kleinert
Hinauf zu den Sternen
So könnte das Motto der ersten Sternenführung heißen, die am 11.07.2026 erstmals in Sinzenich unter der fachkundigen Führung von Beate und Marcel Fiege stattfand. Entsprechend groß war der Andrang der Interessenten, die gemeinsam übereinstimmend äußerten, einen erlebnisreichen Abend verbracht zu haben.
Die beiden Guides bedankten sich bei allen Nachtschwärmern die bei der Sternentour dabei waren. „Wir haben die erste Nachtwanderung sehr genossen und sie war dank Euch ein echtes Highlight“ bemerkten sie.
„Wir hatten wunderbares Wetter für Beobachtungen: Dieser galaktische Sternenhimmel über uns war einfach nur atemberaubend schön und hat der Nacht eine richtig mystische Atmosphäre verliehen. Es war toll, den Blick in die Ferne des Himmels schweifen zu lassen und auf die Jagd nach bekannten Sternbildern zu gehen – auch die eine oder andere Sternschnuppe flitzte über den Nachthimmel. Das war der optimale Rahmen um auch einige Hintergründe über den Nachthimmel anzubringen und die unglaublich riesigen Entfernungen im Universum auf sich wirken zu lassen. Vielen Dank für die tolle Begleitung und Gespräche auf unserer Tour – diese haben das Erlebnis erst richtig perfekt gemacht“, erläuterten sie weiter.

„Aufgrund des großen Interesses steht bereits jetzt fest, dass es weitere Sternentouren geben wird, denn es gibt noch so viel am Nachthimmel zu entdecken. Deshalb freuen wir uns sehr, dass der nächste Termin für eine Nachtwanderung bereits jetzt feststeht. Am 19.09. ist unsere nächste Tour geplant. Bei Interesse bitte einfach anmelden unter Sternstunde@fiege-beratung.de ( Kostenbeitrag 10 Euro). Wir melden uns dann mit den näheren Details. Wir freuen uns schon jetzt auf diesen Termin. Weitere themenspezifische Führungen sind in Vorbereitung,“ so Beate und Marcel Fiege.
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Text und Foto: Uwe Kleinert
Vergängliches Naturwunder
In Sinzenich war am 03.06.2026 ein doppelter Regenbogen zu beobachten
Für einen kurzen Moment konnte man in Sinzenich gegen 6 Uhr am Mittwochmorgen ein kleines Naturwunder beobachten. Über dem Mühlenhostert erschien ein farbenfroher Regenbogen, der zwischen den dortigen Gebäuden zu beobachten war. Wer genau hinschaute, konnte sogar noch einen zweiten über dem untereren Bogen erkennen. Das Himmelsphänomen war nur knapp 3 Minuten zu beobachten, bis es sich wieder „in Luft“ auslöste. Während dieser kurzen Zeit gelang die beigefügte Aufnahme.
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Text und Foto: Uwe Kleinert
Kupferbeil mit 6000-jähriger Geschichte in Sinzenich gefunden
Historisch und wissenschaftlich bedeutsamer Fund wird in Zülpich ausgestellt
Durch mehrere archäologische Befunde ist nachgewiesen, dass Zülpich-Sinzenich mit der Kirche St. Kunibert über eines der ältesten Gebäude im Rheinland verfügt, in dem römisches Mauerwerk bis in mehr als 9 Meter Höhe im Originalbestand aufgeht. Hierdurch und durch weitere bedeutende Funde konnte so auch die über 2000-jährige Siedlungskontinuität des Ortes nachgewiesen werden. Zuletzt sorgten Ende der 90er Jahre neue spektakuläre Funde im Umfeld der Kirche für überregionale Schlagzeilen. Zudem wiesen vereinzelte Fundstücke und zu Beginn dieses Jahrtausends durchgeführte Luftbildprospektionen, auf typische Merkmale von Erdwerken der Michelsberger Kultur* hin, deren Ansiedlungen kulturhistorisch der jungsteinzeitlichen Zeitperiode von etwa 4400 bis 3500 v. Chr. zuzuordnen sind.
Sinzenich gilt nun auch als Ort mit dem bisher ältesten Metallfund des Rheinlandes
Jetzt sorgt ein erneutes, zunächst unscheinbares Fundstück, für wissenschaftliche Furore. In Sinzenich wurde nämlich ein Kupferbeil gefunden, dass ebenfalls die mehr als 6000 Jahre alte Geschichte des Ortes belegt und dieser Zeitperiode zugeordnet werden kann. In einem Artikel des Kölner Stadtanzeigers bezeichnet der Leiter des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege, Dr. Erich Claßen diesen Fund als außergewöhnliche Entdeckung und einen der ersten Nachweise von Metallbearbeitung in der hiesigen Region.
Wer sich diesen besonderen Fund und weitere Exponate gerne einmal ansehen will, hat jetzt ortsnah dazu die Gelegenheit. In der aktuellen Ausstellung „ Archäologie im Rheinland“ im Museum der Badekultur, in den Römerthermen in Zülpich, wird der historische Fund ausgestellt und auf einer Infotafel als bisher „ältestes Metall des Rheinlandes“ bezeichnet. Die spannende Welt der „Archäologie im Rheinland 2025“ findet als temporäre Ausstellung vom 27.03. – 30.08.26, während der Öffnungszeiten des Museums statt.
Damit erweist sich Sinzenich erneut als kulturhistorisch interessanter Ort, der auf eine mehrtausendjährige Besiedlungsgeschichte zurückblicken und immer wieder mit interessanten neuen Entdeckungen aufwarten kann.
*Die Michelsberger Kultur wurde nach der Ausgrabungstätte auf dem Michelsberg bei Untergrombach zwischen Karlsruhe und Heidelberg benannt.
Wenn die Nacht Geschichten erzählt – mit SternenGuides unterwegs
Die Nacht bietet weit mehr als Dunkelheit. Sie eröffnet den Blick auf unseren funkelnden Sternenhimmel, lässt die Geräusche nachtaktiver Tiere intensiver wahrnehmen und zeigt Pflanzen und Landschaft in einem ganz eigenen Licht – oder vielmehr in dessen Abwesenheit.
Flora und Fauna sind ebenso wie wir Menschen auf Dunkelheit angewiesen. Sie ist Voraussetzung für natürliche Rhythmen, für Erholung und für das Fortbestehen vieler Arten. So benötigen beispielsweise Glühwürmchen echte, ungestörte Dunkelheit, um neue Generationen hervorzubringen.
Gemeinsam mit ausgebildeten SternenGuides kann die Nacht bewusst entdeckt werden. Bei geführten Touren geht es um faszinierende Dimensionen unseres Universums, um die Bedeutung der Sterne für unsere Vorfahren und um aktuelle Fragen des Lichtschutzes. Neben spannenden Fakten bleibt Raum für Staunen, Fragen und persönliches Erleben.
Ein besonderes Privileg unserer Region ist es, dass im Umland von Sinzenich die Milchstraße mit bloßem Auge sichtbar sein kann – ein Erlebnis, das längst nicht mehr selbstverständlich ist. Die bewusste Wahrnehmung der Dunkelheit spricht dabei mehr Sinne an als nur das Sehen.
Beatrice Fiege, wohnhaft in Sinzenich, engagiert sich im Natur- und Umweltschutz sowie im Verein Dorfgemeinschaft Sinzenich e.V. Sie hat kürzlich ihr Zertifikat als Sternenguide von der SternenLandschaft Eifel erhalten und bietet künftig entsprechende Führungen an. Ziel ist es, Wissen über die Nacht zu vermitteln und das Bewusstsein für deren Schutzwürdigkeit zu stärken.
Das Angebot richtet sich nicht nur an Mitglieder der Dorfgemeinschaft Sinzenich, sondern an alle Interessierten.
Bei Fragen zum Thema „Nacht und Sternenhimmel“ steht Beatrice Fiege unter sternenstunde@fiege-beratung.de gern zur Verfügung.
Krimilesung sorgte für knisternde Spannung
Premierenveranstaltung im Eifeler Antikhaus Café in Sinzenich
Ein kurzer retrospektiver Ausflug in die Mitte der 70er Jahre diente dem Autor Herbert Pelzer am Freitag, den 14.11.2025 als Einleitung in die Handlung seines Kriminalromans „Cilli stirbt“, dessen Handlung im Einzugsgebiet der Zülpicher Börde spielt. Mit seinem einfühlsamen und spannenden Vortrag zog der aus Nörvenich stammende Autor die begeisterten Zuhörer in seinen Bann, ohne schlussendlich die Lösung des Mordfalls, in dem dritten Buch seiner Krimi-Trilogie um Kommissar Emil Glasmacher, zu verraten.

Herbert Pelzer, der vor seiner Zeit als Krimiautor in der Film- und Fernsehausstattungsbranche gearbeitet hat und sich auch mit regionalgeschichtlichen Veröffentlichungen einen Namen machte, begann seine Romanschriftstellerkarriere im Jahr 2017 und hat zwischenzeitlich bereits mehrere erfolgreiche Bücher veröffentlicht.
Die Veranstalter der Krimilesung kündigten nach der erfolgreichen Premiere an, in Zukunft weitere Veranstaltungen dieser Art im historischen Ambiente des Eifeler Antikhaus Café zu präsentieren.
Sinzenicher verstehen es zu feiern
Bevölkerung wird um Mitwirkung und Unterstützung gebeten!
In Kürze treffen sich in Sinzenich wieder Vereine und Institutionen zu einem gemeinsamen koordinierenden Gespräch für das kommende Jahr. Mit der Behauptung, dass im Ort wenig los wäre, dürften die Skeptiker, bei genauerem Hinsehen, durchaus Lügen gestraft werden. So fand vor kurzem dieser Orts die Zülpicher Kegel-Stadtmeisterschaft statt, die durch den hiesigen Kegelclub „Öm de Eck“ organisiert wurde und an dem mehr als 20 Kegelclubs aus dem ganzen Stadtgebiet teilnahmen. Anfang Oktober luden Feuerwehr und Musikverein zu 10. musikalischen Kartoffelfest ein, das, trotz miesem Wetter, eine gute Publikumsresonanz fand. Mit dem Jahreskonzert des Musikvereins, Kirmes, Sportwoche des SV und dem Sommerfest der Karnevalsgesellschaft dürften an dieser Stelle noch einige weitere Eventhöhepunkte in 2025 genannt werden. Veranstaltungen wie die alljährlich stattfindende Pflanzentauschbörse und der Dorftrödelmarkt ergänzten die Angebotspalette, zu der auch kirchliche Feste wie Prozessionen, Kranzniederlegungen, Hirtengang und die Krippenbesichtigung in der Pfarrkirche gehören.
Damit diese Angebotsvielfalt weiter bestehen kann, ist die Unterstützung Mitwirkung der Dorfbevölkerung gefragt, sei es durch rege Teilnahme an den Veranstaltungen oder durch Mitgliedschaft im breitgefächerten Vereinsangebot!
Dem Kalender auf unserer Homepage können jeweils die aktuell anstehenden Termine entnommen werden.






